Singen für Jedermann/frau

Bei Bern+Stein wird gerne und oft gesungen. Ob spontane Geburtstagsständchen an der Wohnungstüre oder Weihnachtslieder im Kerzenschein des Adventskranzes – viele Bewohner*Innen sind musikalisch und singen gerne gemeinsam. Es entstand die Idee einen Abend mit Kanons zu gestalten. Wir konnten dies im Januar 2020 gemeinsam mit einigen Nachbarn aus unserem Viertel verwirklichen. Unter charmanter Leitung haben wir einen wunderbaren musikalischen Abend verbracht.

Kleidertausch-Abend

Woher stammt dieses Oberteil?
Was ist die Geschichte zu dieser Jacke?
Und erst die die Glitzer-Pumps?
Die Geschichten rund um die Kleider standen bei diesem Kleidertausch-Abend im November 2019 im Vordergrund. Wir haben uns sehr amüsiert und tatsächlich die meisten Teile getauscht.
Ich freue mich schon auf den nächsten Kleidertausch und bin gespannt welche Teile aus den Kleiderschränken auftauchen.

Hofflohmarkt bei Bern+Stein

Wir Bewohner*Innen von Bern+Stein hatten am 21. September 2019 einen wunderbaren Flohmarkt auf unserem Hof. Es waren insgesamt zwölf Stände, von Hausbewohner*Innen und Nachbar*Innen aus unserem Viertel, in unserem Hof gruppiert. Organisatorisch haben wir uns an hofflohmaerkte.de angeschlossen. Über diesen Verein wird in vielen Städten/Stadtbezirken ein festes Datum für die Hofflohmärkte bestimmt, die Interessenten melden sich über die Website an und so entsteht ein Stadtplan mit vielen Markierungen für die einzelnen Flohmärkte. Flohmarktbesucher*Innen können sich somit sehr einfach in Ihrem Stadtteil orientieren und die Stände besuchen.
Wir hatten herrliches Spätsommerwetter und haben den Tag im Freien genossen, genauso wie die feinen Crêpes, Kuchen und die Gespräche in entspannter Atmosphäre.

„Frühlings-Putzete“

„Frühlings-Putzete
(sauber machen)
Wiese zwischen Kirchheimerstraße, Bolzplatz,
Flüchtlingsheim und Siedlungswerk/Bern+Stein
Samstag, 30.03., 16.00 Uhr
Treffpunkt an der Tiefgarage.
Mitbringen: Müllbeutel, Handschuhe…..“

so wurde kürzlich an unserem Haus und in der Nachbarschaft über einen Aushang dazu aufgerufen die nahegelegene „Bolzplatz-Wiese“ von Müll zu säubern.

Die Idee für die Putzete kam von einer Nachbarin vom Siedlungswerk. Nachdem die Initiator*innen für die Aktion entschieden hatten, besuchten sie das Container Café im Flüchtlingsheim und auch die Sozialarbeiter dort, um die Aktion bekanntzugeben und nach Mithelfern zu fragen. Mittlerweile entwarf Gerrit aus dem Haus den Flyer und einige Leute aus Haus und Nachbarschaft sorgten für das Ausdrucken und Aushängen ihn in allen Häusern der Nachbarschaft. Am Samstagnachmittag waren es dann schließlich 6–10 Erwachsene, hauptsächlich Nachbarn vom Siedlungswerk. Mit Tüten, Handschuhen und Greifern starteten sie die Wiese zu säubern. Zwischenzeitlich kamen auch ein paar Kinder dazu, die mithalfen. Einige Erwachsene zwängten sich sogar in das Gebüsch beim Bolzplatz, um dort Müll herauszuholen. Sogar ein alter Teppich kam so zum Vorschein.

Toll war, dass auch zwei Bewohner der Unterkunft mitmachten und auch das Wetter. So wurde die Arbeit nicht anstrengend, sondern hatte einen sportlichen Charakter, wie treffend ein Helfer meinte:

„Besser als dauernd im Büro sitzen, das hier ist „Bückyoga.“

Wohnen für alle

Horrend hohe Mieten, Gentrifizierung, Spekulantentum – die Wohnungsnot in Großstädten hat eine Dramatik erreicht, die viele verzweifeln lässt. Gemeinschaftliche Wohnprojekte können eine Lösung sein, günstiger und selbstbestimmt zu leben…“ schreibt Nina Ayerle ihren Artikel in der Stuttgarter Zeitung. Ich komme darin auch kurz zu Wort.

 

Ohne Zuversicht geht das nicht

Von HornM201 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3191334
Von HornM201 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3191334

Der Einzug rückt näher: die letzte Baugemeinschaftssitzung in den Räumen des Architekturbüros Kühfuß haben wir hinter uns. Das nächste Treffen findet im Gemeinschaftsraum unseres Wohnprojekts statt. Auch wird es in kürze die „Baugemeinschaft“ nicht mehr geben, da eine Wohn- bzw. Lebensgemeinschaft daraus entsteht.

Es gab viele Unwägbarkeiten in diesem Projekt, und einige gibt es immer noch – so wird z.B. die Briefkastenanlage mit den Klingeln erst nach Einzug montiert werden, was Möbel- und Postanlieferungen schwierig macht. Auch die Schließanlage konnte nur leicht verspätet geliefert werden was die Schlüsselübergabe um ein paar Tage verzögert.

Ich habe auch unterschätzt welche Hürden ein Telefonanbieterwechsel bei einem Neubezug mit sich bringen kann und werde wohl ein paar Wochen ohne Telefon- und Internetanschluss auskommen müssen.

Dies sind aber nur Kleinigkeiten – der Großteil der Termine wurde gehalten und ich hatte als ich in das Projekt eingestiegen bin ehrlich gesagt mit einer Fertigstellung nicht vor Dezember gerechnet.

Ich möchte an dieser Stelle allen ausführenden Firmen danken: Maßgeblich am Projekterfolg beteiligt waren das Architekturbüro Kühfuß – hier besonderen Dank an Frau Hamida und Herrn Wiehl als  Projektsteurer. Vielen Dank auch an die Stadt Stuttgart, die dieses Projekt zum Teil mit bezuschusst hat. Ohne die anderen Bauherren wäre es auch nicht gegangen, daher vielen Dank an den Bau- und Heimstättenverein Stuttgart eG, das BHZ Stuttgart sowie die privaten Bauherren, die sich mit Engagement und Ausdauer gemeinsam durch unzählige Besprechungen gekämpft haben.

Es gibt noch viel zu tun in den nächsten Wochen, viel Zeit werde ich mit Packen, ausräumen und Dingen wie Lampen an die Decke schrauben verbringen, wenn der Schlüssel erst einmal übergeben ist.

Neben den Dingen die sich in unseren Wohnungen verändern und entwickeln werden, bin ich aber auch sehr gespannt darauf wie sich das Zusammenleben gestalten wird.

Wir haben in den Jahren in denen das Projekt läuft ja schon oft geübt wie man mit unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Gruppe umgeht, jedoch kann es durchaus auch Spannungen geben. Wir sind bislang gut in der Lage gewesen damit umzugehen, doch wird dies auch zukünftig der Fall sein? Werden sich alle Nachbarn gut verstehen oder wird es auch häufiger zu Meinungsverschiedenheiten kommen, wenn man sich nun vielleicht sogar täglich sieht und nicht nur alle 4-6 Wochen?

Ich betrachte das Wohnprojekt und die Leute darin wie eine große Familie – man ist nicht immer einer Meinung und ist nicht zwingend immer gut auf jedes Familienmitglied zu sprechen, aber man findet dann trotzdem eine Lösung. Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft und vertraue darauf, dass mit zunehmender räumlicher Nähe und häufigem Austausch aus den bislang bestehenden Bekanntschaften lockere Freundschaften entstehen und man kooperativ und partizipativ zusammen lebt, zusammen arbeitet und auch zusammen feiert.

Dies erfordert ein beständiges daran Arbeiten, zuhören, nachdenken und das Hinterfragen von als Gewiss angenommenen Dingen. Ich bin mir aber sicher dass es klappen wird.

Ich vertraue darauf – ohne Zuversicht geht das nicht.

Ich kann es kaum erwarten!

-Bernhard Höll-

Mietersuche – Update

Update 16.1.2017:

Wir haben eine Vielzahl von Interessensbekundungen erhalten und sind damit beschäftigt diese abzuarbeiten. Daher bitten vorerst von weiteren Kontaktaufnahmen wegen der Wohnungen abzusehen!

Wir suchen noch Mieter

Wie unter der folgenden ImmoScout Anzeige zu sehen ist suchen wir gegenwärtig noch Mitbewohner.

Unser Wohnprojekt „Bern + Stein“ in Stuttgart-Heumaden, Bernsteinstraße 4 umfasst 23 Eigentums- und Mietwohnungen (Wohnungsbau-Genossenschaft Bau- und Heimstättenverein Stuttgart eG).

Sämtliche Eigentumswohnungen sind vergeben, aber…

Aktuell sind noch 3 Wohnungen frei, bezugsfertig im Herbst 2017

Wohnungsgrößen: 80, 87, und 92 qm, Mietpreis voraussichtlich 11.50 €/m². Ruhige Lage, Nähe U-Bahn-Station Bockelstraße.

Unsere Gruppe besteht bis jetzt aus jungen Familien, allein lebenden Personen und wenigen Paaren im Seniorenalter. Bewerbungen von weiteren älteren Paaren und von Familien sind willkommen. In den Gemeinschaftstreffen diskutieren wir über unsere verschiedenen Vorstellungen und entwickeln gemeinsame Ziele und Projekte – wirken Sie daran mit!

I n t e r e s s e n t e n