Wortkino

„Wie war es doch in Köln vordem mit Heinzelmännchen so bequem, denn…“ Stefan Österle und Ellen Schubert, beide Schauspieler am DEIN THEATER WORTKINO in der Werastraße in Stuttgart ernteten viel Beifall und große Heiterkeit beim Vortrag über die getane Arbeit der Heinzelmännchen in Köln – in unserem Innenhof! Dieser befindet sich im gemeinschaftlichen Wohnprojekt „Bern+Stein“ in der Bernsteinstraße in Stuttgart-Heumaden.
Nun, von Anfang an: Ich – Ellen – bin begeisterte Besucherin des Wortkinos, und erhalte von dort regelmäßig das Programm mit einem Begleitbrief schönen Inhalts. Donnerstag nach Ostern öffnete ich wieder einen solchen Umschlag und las den Hilferuf: „Wir dürfen in unseren Räumen nicht spielen – niemand darf zu uns kommen! Aber wir kommen gerne zu Euch – bitte holt uns!
Innerhalb von nur 48 Stunden standen Ellen Schubert und Stefan Österle bei uns im Hof. Sie boten KULTUR UNTER OFFENEM HIMMEL – Rezitationen, Musik und Gesang mit Flöte, Gitarre und Cello.
Der Himmel gab auch eine wunderschöne Kulisse.
Unser Hof mit seinen schönen Rängen (den offenen Laubengängen) gab eine sehr schöne Kulisse, und die Akustik war hervorragend.
Wortkino im Innenhof des Wohnprojekts

Beide, Schubert und Österle, waren sehr begeistert! Viele Bewohner, auch die Kinder, waren gekommen, hielten den nötigen Corona-Abstand, sie standen oder saßen vor ihren Wohnungstüren. Alle hatte beste Sicht auf das Geschehen. Fremde, Nachbarn, die des Weges kamen, blieben stehen oder setzten sich – mit Abstand – auf den Außenmauern dazu.
Am Ende kam es zu gemeinsamem Singen, das Schlußlied war „die Gedanken sind frei…“ und  dann gab noch ein überraschendes Mundharmonikasolo eines uns ganz unbekannten Nachbarn, das auch in eine Melodie ausklang, die jeder mitsingen konnte…

Es war wunderschön, alle fanden es gut – es war gerade zur rechen Zeit, nachdem wir schon einige Wochen Corona-bedingt „nichts“ unternehmen konnten, und die Stimmung auf dem Nullpunkt war.

Wir werden das WORTKINO wieder herholen!

Ellen Breitling, Bewohnerin im gemeinschaftlichen Wohnprojekt „Bern+Stein“

Informationen zu Baugemeinschaften und gemeinschaftlichem Wohnen

Immer wieder erhalten wir Anfragen zu unserem Wohnprojekt. Manchmal erreichen uns diese über unseren Architekten Kurt Kühfuß, manchmal spontan am Gartenweg oder auch über unsere Website. Dies nehmen wir zum Anlass einige Informationsquellen zusammenzustellen.

Kontaktstelle Baugemeinschaften Stuttgart
stuttgart.de/baugemeinschaften
Hier findet man Informationen zu geplanten Bauprojekten in Stuttgart, sowie eine Online-Kontaktbörse für Baugemeinschaften und Wohnprojekte. Der Newsletter ist sehr zu empfehlen.

Treffpunkt 50 plus, Stuttgarter Plattform für selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen
www.tp50plus.de/stuttgarter-plattform

Wie und wo finde ich andere Menschen die ebenfalls in einer gemeinschaftlichen Wohnform alt werden möchten? Bei dieser Plattform, ob online oder vor Ort im Treffpunkt Rothebühlplatz, finden Interessenten viele Informationen hierzu.

Wabe e.V.
wabe-stuttgart.de

Der Verein wurde schon 1991 gegründet und ist damit ein Pionier in Sachen gemeinschaftliche Wohnformen.

Bau- und Heimstättenverein e.G.
www.bauundheim.de

Zitat Website (Das Genossenschaftsprinzip): „Der Genossenschaftsgedanke stammt zwar schon aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, doch angestaubt ist er deswegen nicht. Ganz im Gegenteil: Die drei prägenden Säulen Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung sind in einer selbstbewussten demokratischen Gesellschaft moderner denn je.“

Bau- und Heimstättenverein e.G. engagiert sich in vielfältiger Weise für gemeinschaftliches Wohnen. In unserem Wohnprojekt zum Beispiel als Bauherr bzw. Eigentümer von Mietwohnungen.

Singen für Jedermann/frau

Bei Bern+Stein wird gerne und oft gesungen. Ob spontane Geburtstagsständchen an der Wohnungstüre oder Weihnachtslieder im Kerzenschein des Adventskranzes – viele Bewohner*Innen sind musikalisch und singen gerne gemeinsam. Es entstand die Idee einen Abend mit Kanons zu gestalten. Wir konnten dies im Januar 2020 gemeinsam mit einigen Nachbarn aus unserem Viertel verwirklichen. Unter charmanter Leitung haben wir einen wunderbaren musikalischen Abend verbracht.

Kleidertausch-Abend

Woher stammt dieses Oberteil?
Was ist die Geschichte zu dieser Jacke?
Und erst die die Glitzer-Pumps?
Die Geschichten rund um die Kleider standen bei diesem Kleidertausch-Abend im November 2019 im Vordergrund. Wir haben uns sehr amüsiert und tatsächlich die meisten Teile getauscht.
Ich freue mich schon auf den nächsten Kleidertausch und bin gespannt welche Teile aus den Kleiderschränken auftauchen.

Hofflohmarkt bei Bern+Stein

Wir Bewohner*Innen von Bern+Stein hatten am 21. September 2019 einen wunderbaren Flohmarkt auf unserem Hof. Es waren insgesamt zwölf Stände, von Hausbewohner*Innen und Nachbar*Innen aus unserem Viertel, in unserem Hof gruppiert. Organisatorisch haben wir uns an hofflohmaerkte.de angeschlossen. Über diesen Verein wird in vielen Städten/Stadtbezirken ein festes Datum für die Hofflohmärkte bestimmt, die Interessenten melden sich über die Website an und so entsteht ein Stadtplan mit vielen Markierungen für die einzelnen Flohmärkte. Flohmarktbesucher*Innen können sich somit sehr einfach in Ihrem Stadtteil orientieren und die Stände besuchen.
Wir hatten herrliches Spätsommerwetter und haben den Tag im Freien genossen, genauso wie die feinen Crêpes, Kuchen und die Gespräche in entspannter Atmosphäre.

Wohnen in der Stadt

Wie wollen wir in Zukunft wohnen?
Welche Faktoren sind entscheidend, damit wir uns in unserem Zuhause wohlfühlen?

Diese und viele weitere Fragen wurden während der Themenwoche im Stadtpalais Stuttgart diskutiert. In einem Ausstellungsbereich wurden im August 2019 einige Wohnprojekte vorgestellt, darunter auch Bern+Stein.
Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut und sind dankbar für die Kontakte und Anregungen die wir dort bekommen haben.

Weiterlesen unter: iba27.de

„Frühlings-Putzete“

„Frühlings-Putzete
(sauber machen)
Wiese zwischen Kirchheimerstraße, Bolzplatz,
Flüchtlingsheim und Siedlungswerk/Bern+Stein
Samstag, 30.03., 16.00 Uhr
Treffpunkt an der Tiefgarage.
Mitbringen: Müllbeutel, Handschuhe…..“

so wurde kürzlich an unserem Haus und in der Nachbarschaft über einen Aushang dazu aufgerufen die nahegelegene „Bolzplatz-Wiese“ von Müll zu säubern.

Die Idee für die Putzete kam von einer Nachbarin vom Siedlungswerk. Nachdem die Initiator*innen für die Aktion entschieden hatten, besuchten sie das Container Café im Flüchtlingsheim und auch die Sozialarbeiter dort, um die Aktion bekanntzugeben und nach Mithelfern zu fragen. Mittlerweile entwarf Gerrit aus dem Haus den Flyer und einige Leute aus Haus und Nachbarschaft sorgten für das Ausdrucken und Aushängen ihn in allen Häusern der Nachbarschaft. Am Samstagnachmittag waren es dann schließlich 6–10 Erwachsene, hauptsächlich Nachbarn vom Siedlungswerk. Mit Tüten, Handschuhen und Greifern starteten sie die Wiese zu säubern. Zwischenzeitlich kamen auch ein paar Kinder dazu, die mithalfen. Einige Erwachsene zwängten sich sogar in das Gebüsch beim Bolzplatz, um dort Müll herauszuholen. Sogar ein alter Teppich kam so zum Vorschein.

Toll war, dass auch zwei Bewohner der Unterkunft mitmachten und auch das Wetter. So wurde die Arbeit nicht anstrengend, sondern hatte einen sportlichen Charakter, wie treffend ein Helfer meinte:

„Besser als dauernd im Büro sitzen, das hier ist „Bückyoga.“